Der Activity Flow zeigt, wie Arbeitselemente durch Aufgaben orientierte Spalten bewegt werden, um den Fokus auf Aktivitäten und den Wert für den Kunden zu legen.
Das Board zeigt, was getan wird – aber nicht, wann Wert entsteht.
Beim Activity Flow bewegen sich Arbeitselemente durch aufgabenorientierte Spalten – typischerweise TO DO, DOING, DONE. Der Fokus liegt auf Aktivitäten: Was muss getan werden? Wer arbeitet daran? Ist es fertig? Das ist ein sinnvoller Startpunkt für alle, die einen Prozess zum ersten Mal durchlaufen.
Das Problem
Ein Task, der als „Done" gilt, hat noch keinen Kundenwert erzeugt – wenn das implementierte Feature noch nicht ausgeliefert wurde, kommt kein Geld rein. Das Board hält das Team beschäftigt, verdeckt aber, wie weit man wirklich von echtem Outcome entfernt ist. Je länger ein Team im Activity Flow verbleibt, desto leichter verliert es den Wert aus den Augen, den es eigentlich erzeugen soll.
So funktioniert es
Jede Aufgabe erhält eine Karte und wandert von links nach rechts. Die Spaltenstruktur ist universell und braucht kein tiefes Prozessverständnis – sie startet sofort. Das macht den Activity Flow besonders wertvoll in unsicheren, neuen oder innovativen Kontexten, wo sich das Verständnis der Arbeit noch im Fluss befindet und ein festgelegter Value Flow schneller veraltet als er dokumentiert werden kann.
Wann es sinnvoll ist
- Die Arbeit wird zum ersten Mal durchgeführt
- Der Prozess ist unklar oder ändert sich häufig
- Innovative Projekte mit hoher Unsicherheit
- Als bewusster Einstieg, bevor der Prozess verstanden ist
Verwandte Flow Types
- Value Flow – die Weiterentwicklung, wenn der Prozess verstanden ist und Outcome-Transparenz wichtig wird
- Hybrid Flow – der Übergang: Phasen als Value Flow, Aufgaben als Activity Flow