Pre-Mortem-Analyse zur Identifikation von Risiken und Entwicklung von Präventionsplänen vor wichtigen Entscheidungen oder Initiativen.
[IMAGE: Gebrandete quadratische Karte — Pre-Mortem Analysis]
„Stellen Sie sich vor, es ist gescheitert. Spektakulär. Warum?“
Prospektive Rückschau — sich ein zukünftiges Scheitern vorstellen — steigert die Risikoerkennung um 30%. Zuerst lebhafte Scheitern-Szenarien. Dann ein Realitätscheck, welche davon schon erste Anzeichen zeigen. Schließlich ein Präventionsplan.
- Generiert Scheitern-Szenarien, die bei normaler Planung nicht auftauchen würden
- Prüft, welche Risiken bereits erste Frühwarnsignale zeigen
- Verwandelt „Was könnte schiefgehen“ in konkrete Präventionsmaßnahmen
Wann einsetzen
Vor jedem größeren Launch, jeder wichtigen Entscheidung oder Initiative. Die Pre-Mortem funktioniert am besten bei einem konkreten Plan, der auf Belastbarkeit getestet werden soll.
Wie es funktioniert
Zwei Perspektiven arbeiten nacheinander:
- Die Doom-Analystin: Stellt sich vor, das Projekt sei bereits gescheitert, und generiert lebhafte, spezifische Scheitern-Szenarien. Prüft dann jedes einzelne: Welche zeigen schon jetzt erste Anzeichen?
- Die Moderatorin: Nimmt alle Scheitern-Szenarien und Frühwarnsignale und erstellt einen Präventionsplan — inklusive der unbequemen Wahrheit, die niemand hören möchte.
Was dabei herauskommt
Eine priorisierte Liste von Scheitern-Szenarien mit Frühwarnsignalen, ein konkreter Präventionsplan und eine klare Benennung des größten Risikos, das wahrscheinlich gerade ignoriert wird.
Verwandte Methoden
- Disney Creative Strategy — wenn zuerst geträumt und dann stressgetestet werden soll
- TRIZ — wenn das Scheitern aus der umgekehrten Richtung angegangen werden soll
- Six Thinking Hats — wenn ein breiterer Blick gewünscht ist, der Risiken einschließt
/libertee:pre-mortem "Ihr Projekt oder Plan"